Betrügerinnen und Betrüger haben es selten auf Ihre Server abgesehen, sondern auf Ihren Zahlungsprozess. Die gute Nachricht: Ein paar klare Regeln verhindern die meisten Schäden.
1. Die geänderte Bankverbindung
Eine echt wirkende E-Mail eines bekannten Lieferanten teilt mit, die Bankverbindung habe geändert. Oft wurde das Postfach des Lieferanten gehackt, und der Verlauf ist echt.
- Bestätigen Sie jede IBAN-Änderung per Telefon – mit der Nummer aus Ihren Unterlagen, nie aus der E-Mail.
- Ändern Sie Stammdaten nur nach dem Vier-Augen-Prinzip.
- Achten Sie auf ausländische IBAN bei Schweizer Lieferanten.
2. Der falsche Chef (CEO-Betrug)
Eine Nachricht «vom Chef» verlangt eine dringende, vertrauliche Zahlung – oft kurz vor dem Wochenende oder während der Ferien.
- Dringlichkeit und Geheimhaltung sind Warnzeichen.
- Keine Zahlung ohne Rückruf auf einem bekannten Kanal.
- Legen Sie fest, dass Ausnahmen vom Zahlungsprozess nicht per E-Mail angeordnet werden.
3. Schein-Rechnungen und Registereinträge
Schreiben, die wie Rechnungen aussehen, aber Offerten für Einträge in wertlose Verzeichnisse sind. Wer zahlt, schliesst unter Umständen einen Vertrag ab.
- Zahlen Sie nur, was einer Bestellung oder einem Vertrag zugeordnet ist.
- Lesen Sie das Kleingedruckte bei unbekannten Absendern.
Ein einfacher Prüfprozess
| Schritt | Frage |
|---|---|
| Zuordnung | Gibt es eine Bestellung, einen Vertrag oder eine Lieferung? |
| Duplikat | Wurde dieselbe Referenz oder derselbe Betrag kürzlich bezahlt? |
| Bankverbindung | Stimmt die IBAN mit früheren Zahlungen überein? |
| Freigabe | Gilt ab einem Betrag das Vier-Augen-Prinzip? |
Genau diese Schritte kann ein Assistent vorbereiten: QR-Rechnungen prüfen.
Wenn es passiert ist: Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, um die Zahlung wenn möglich zu stoppen, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie den Vorfall dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS).